Historischer Verein der Grafschaft Ruppin
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CHRONIK
Vortrag von Vorstandsmitglied Peter Pusch “Ruppin. Städte, Dörfer, Flecken”
Auf Grundlage seines gleichnamigen Buches führte Peter Pusch durch die Geschichte der “Grafschaft Ruppin”, nicht nur durch die Geschichte der Arnsteiner, sondern auch durch die Geschichte der Zugehörigkeit zu Kreis, Landkreis und Bezirk.
Die sehr schöne Karte von Mittelschulkonrektor Rausch. Vorstandsmitglied Uli Gaebler begrüßt die Zuhörer. Wappen Grafschaft Ruppin. Topografie des Gebiets Die Gewässer des Gebiets
Sehr anschaulich war auch die Beschreibung der landschaftlichen Gliederung des Gebiets.
„Zwischen Selbstbehauptung und Abhängigkeit. Die Grafen von Arnstein beim   Ausbau und bei der Aufrechterhaltung ihrer Herrschaft über das Land Ruppin“
Vortrag von Dr. André Stellmacher am 21. März
Dr. André Stellmacher führte uns an diesem Abend ins Mittelalter, in eine Zeit als Ruppin noch nicht zu Brandenburg gehörte, als die Burg in Alt Ruppin noch glänzend und wehrhaft war und die Steine ihrer einst festgefügten Mauern noch nicht als Fundament  Neuruppiner Bürgerhäuser dienen mußten, in die frühe Geschichte Ruppins also, mit der sich nur we- nige Historiker beschäftigt haben und nur wenige neuere Arbeiten vorliegen.
40 Zuhörer waren gekommen. Begrüßung durch den Vorstandsvorsitzenden Dr. Peter Schmidt und Dr. Stellmacher Eine lebhafte Diskussion schloss den Vortragsabend ab. Theodor Fontane alias Wolfgang Trenkler begrüßt den Vortragenden und die Zuhörer... ...unter ihnen Bürgermeister Jens-Peter Golde. Der Vortragende Frank Riedel, Leiter des Stadt- und Regionalmuseums Perleberg. 35 Zuhörer waren zu dem Vortrag gekommen. Die Zuhörer spendeten viel Beifall. Wappen Wusterhausen Wappen Kyritz Wappen Landkreis OPR Elisabeth von Ardenne Elisabeth von Ardenne als Krankenschwester
Vortrag von Frank Riedel am 11. April
             “Die Edlen von Plotho und Edlen Gänse - Konkurrenten der askanischen Markgrafen in der Prignitz”
Als mit Burggraf Friedrich VI. von Nürnberg vor 600 Jahren der erste Hohenzoller in Branden- burg erschien und den Aufstieg der “Märkischen Streusandbüchse” zur europäischen Großmacht Preußen begründete, waren die Edlen von Plotho und die Edlen Gänse längst da und schon fast drei Jahrhunderte in der Mark verwurzelt. Im Laufe des Wendenkreuzzuges von 1147 gelang es ihnen, sich in der Prignitz einen eigenen Herrschaftsbereich zu sichern.
Im Gebiet zwischen Jäglitz und Temnitz in der östlichen Prignitz übten die Edlen Herren von Plotho von der Mitte des 12. bis zum Ende des 13. Jahrhunderts landesherrliche Rechte aus. Deren Wap- pen, die Lilie, ziert bis heute die Wappen von Wusterhausen und Kyritz. Beide Städte sind Plotho- sche Gründungen und wurden mit Stendaler Recht bewidmet.
Schillerndste Vertreterin des Geschlechts derer von Plotho ist bis heute Elisabeth von Ardenne (1853-1952), geb. von Plotho auf Zerben im Jerichower Land. Sie lieferte die Vorlage für Theodor Fontanes Romanfigur “Effie Briest” und sorgte als Ehefrau des Husaren-Offiziers Armand Leon von Ardenne durch ihre Affäre mit dem düsseldorfer Amtsrichter Emil Hartwich, den Ardenne 1886 bei einem Duell erschoss, für Aufsehen. Elisabeth von Ardenne war die Großmutter des berühmten Physikers Manfred von Ardenne, dem sie die kompromittierenden Liebesbriefe überließ.
Die Herkunft der Edlen von Plotho und der Edlen Gänse, ihr Weg in die Prignitz und ihre dortige landesherrliche Stellungbis zum Ausgang des 13. Jahrhunderts waren Gegenstand des sehr inter- essanten Vortrages.
Vortrag von Dr. Lutz Partenheimer am 14. Mai
“Albrecht der Bär und die Gründung der Mark Brandenburg”
Nach dem Abzug germanischer Völker ließen sich zwischen Ostsee und Erzgebirge ab etwa 700 slawische Stammesverbände nieder. Sie wurden im 10. Jh. von den ostfränkisch-deutschen Königen unterworfen, die Mark(Grenz)grafschaften und Bistümer gründeten. 983 befreiten sich die Slawen zwischen der Ostsee und dem Fläming durch einen Aufstand wieder. Ihre endgültige Einbeziehung in das deutsche Königreich gelang Albrecht dem Bären aus dem am Ostharz ansässigen Fürstenhaus der Askanier, der 1157 die Brandenburg, einen slawischen Fürstensitz, einnehmen konnte. Nun nannte er sich „Markgraf von Brandenburg“ und wurde der erste Regent Herr eines neuen deutschen Fürstentums, aus dem das Land Brandenburg hervorging.
Marmordenkmal "Albrecht der Bär" in der Siegesallee, 1901 eingeweiht
Herr Dr. Partenheimer bereitete den 30 Zuhörern einen interessanten und humorvollen Vortragsabend.
Vorstandsmitglied Uli Gaebler begrüßt den Vortragenden und die Zuhörer. Dr. Partenheimer begrüßt die Zuhörer. Slawische Burganlage Albrecht der Bär in Spandau Burg Anhalt
Der Historische Verein beteiligte sich am Festumzug im Fontane-Jahr mit dem mit dem Thema                                           “Fontanes Wanderungen durch die Mark”
Der Auftritt des Historischen Vereins mit dieser tollen Kutsche kam gut an. Fontane begrüßt seine Anhänger. Fontane und der Pfarrer waren unterwegs. In der Kutsche blieben seine Frau und sein Freund Alexander Gentz.