Historischer Verein der Grafschaft Ruppin
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CHRONIK
Die interdisziplinäre Betrachtung des Havelberger Doms hat bei den 30 Zuhörern so manche Wissens- lücke gefüllt. Herr Hans-Peter Bodenstein, pensionierter Lehrer und heute auf den “Nebenstraßen der Romanik” in der Altmark unterwegs, verknüpfte Astronomie, Geometrie, Mathematik, Historik und Theologie und erläuterte seine Theorie und Methoden, mit denen er die Gründungsdaten mittelalterlicher Kirchen ermittelt. Er zeigte am Beispiel des Havelberger Doms auch, auf welche Weise mittelalterliche Baumeister mit Schnur und Lot projektierten und in welchen Proportionen die einzelnen Glieder dieses Baues zueinander stehen. Vom Goldenen Schnitt und vom Goldenen Rechteck war dabei die Rede und damit von Dingen, die die oft nur auf vordergründige Effekte zielenden modernen Großbauten vielfach vermissen lassen.
Vortrag von Hans-Peter Bodenstein “Der Havelberger Dom - Die Eigenheiten des Entwurfs der romanischen Basilika und die Ableitung eines Gründungsdatums”
...vor seinen interessierten Zuhörern Der Vortragende Hans-Peter Bodenstein...
Herbstexkursion zu der Ausstellung DIE POTSDAMER “KAISERDÄMMERUNG”                                                 im Neuen Palais Die Ausstellung im Schloss beschäftigt sich mit dem Ende der Monarchie vor 100 Jahren und zeigt unter anderem, was Wilhelm II. und seine Frau an Besitztümern fortschafften.
Neues Palais Treffpunkt mit der Ausstellungsführerin Auf geht's zur Besichtigung Pause vor dem Parkspaziergang Am Grabmahl für die Kaiserin vorbei... ...zum Mittagessen im Restaurant "Fredersdorf" Schloss Cecilienhof
Zum Abschluss trafen sich die Teilnehmer zum Kaffeetrinken im Cafe “Kades” am Pfingstberg.
Eine kleine Straße und ein großer Platz sind in Neuruppin nach dem Königlichen Bauinspektor Bernhard Matthias Brasch (+ 1821) benannt, der Vielen als der Schöpfer der nach dem großen Brand von 1787 wiederaufgebauten Stadt gilt. Aber konnte ein weisungsgebundener, also subalterner Baubeamter, der Brasch nun einmal objektiv war, überhaupt eigenständige Entwürfe durchsetzen und Entscheidungen herbeiführen, die die neue Stadt um ein Drittel vergrößerten? Und konnte er die dazu nötigen Gelder beschaffen? In Sachen Brasch sind hierorts noch immer viel Verklärung und wenig Wissen im Spiel. Der Vorstansvorsitzende Dr. Peter Schmidt hat an diesem Abend vor 50 Zuhörern über das Leben des Bauinspektors und sein tatsächliches Wirken in und für Neuruppin gesprochen und dabei viel bislang Unbekanntes berichtet. Das Fazit: Eine kleine Straße nach dem Bauinspektor zu benennen geht in Ordnung. Aber als Namensgeber von Neuruppins größtem Platz ist er eine Fehlbesetzung.
Vortrag von Dr. Peter Schmidt
“Bauinspektor Brasch und der Wiederaufbau Neuruppins.       Wahrheit und Legenden, Wunsch und Wiklichkeit”
Im Restaurant "Tempelgarten" Vorstandsmitglied Uli Wollenberg begrüßt den Vortragenden und die Gäste Die Unterschrift des Bauinpektors Brasch Vorstandsvorsitzender Dr. Peter Schmidt