Historischer Verein der Grafschaft Ruppin
Chronik des Vereins 1990-2015
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CHRONIK
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Am 17. Juni fand in dem Restaurant “Tempelgarten” das diesjährige Stiftungsfest unseres Vereins statt. Über 30 Teilnehmer, darunter Frau Hartwig und Frau Dr. Schael vom Kulturverein Wusterhausen, erlebten bei freundlichem Wetter einen sehr schönen Abend. Nach der Begrüßung durch den Vorstandsvorsitzenden Dr. Peter Schmidt informierte nach einem Glas Sekt Dr. Helmut Behrendt, Mitglied unseres Vereins und des “Tempelgarten Neuruppin e.V.”, über die jüngsten Veränderungen und Instandsetzungen sowie weitere Planungen, die den Tempelgarten zum “nördlichsten Barockgarten Deutschlands” werden lassen. Anschließend war durch die Küche des Restaurants mit Gegrilltem, Salaten und zweierlei Desserts sehr gut für das leibliche Wohl gesorgt. Dr. Helmuth Behrendt und Vorstandsmitglie Ulrich Gaebler führten dann in zwei Gruppen durch den Tempelgarten. Das Stiftungsfest 2017 war eine gelungene Veranstaltung, die in den frühen Abendstunden mit vielfältigen Gesprächen ausklang.
Begrüßung durch Dr. Peter Schmidt.... ...mit einem Glas Sekt Dr. Behrendt spricht über Veränderungen des Tempelgartens Das Buffet ist eröffnet Gruppe Dr. Behrendt Gruppe Gäbler
Stiftungsfest 2017
                  Neuruppin wird  Theaterstadt. Vom Nachkriegsprovisorium zur Modellbühne (1945-1950)
Vortrag am 19. Oktober 2017 von Dr. Wolfgang Jansen im Tempelgarten
Zum Kriegsende 1945 fand sich Herbert Walter mit seiner Familie eher zufällig in Neuruppin wieder. Sie kamen aus Berlin und waren vor den Bombardements der Alliierten geflohen. Walter war Komponist und Dirigent, hatte bereits an zahlreichen Theatern gearbeitet und zuletzt mit Erfolg ein Tournee-Ensemble geleitet. Er gründete noch im Sommer 1945 ein eigenes Theater, mit fester Spielstätte gegenüber der heutigen Montessori-Schule und organisierte Gastspielreisen in die umliegenden Städte und Dörfer. Dr. Jansen hat die Geschichte dieses Theaters erforscht und berichtete über seine Ergebnisse. 55 Teilnehmer erlebten einen hochinteressanter Vortragsabend über ein wenig bekanntes Kapitel Neuruppiner Geschichte.
Dr. Peter Schmidt eröffnet den Vortragsabend Durch das Tor dieses Hauses in der Wichmannstraße... ...gelangte man in den Saal im Hinterhof. Volles Haus
Wer durch die brandenburgischen Lande reist, wird auch fünf Jahrhunderte nach Einführung der Reformation auf eine Fülle mittelalterlicher auf den ersten Blick nahezu unverändert erscheinender Kirchenbauten stoßen. Die Gemeinden des 16. Jahrhunderts hatten offenbar keine Veranlassung die von ihren Vätern ererbten spätromanisch/frühgotischen Feld- und Backsteinkirchen durch Neubauten zu ersetzen. Es gab in Brandenburg keinen Bildersturm, was geschah, war ein Umbau, ein schrittweises Einrichten der nun lutherischen Gemeinden in ihren alten Gotteshäusern, ein Wechsel der den einzelnen Baugliedern zugeordneten Funktionen, Einbau festen Gemeindegestühls, Verzicht auf alte liturgische Ausstattungsteile und die Anschaffung neuer Prinzipalstücke mit einem neuen reformatorischen Programm im Stil der Renaissance. Wie sich diese gleichsam evolutionäre Veränderung im ersten nachreformatorischen Jahrhundert vollzog und was sich davon noch heute erkennen läßt erläuterte Dr. Peter Schmidt,
      Vortrag am 16.November vom Vereinsvorsitzenden Dr. Peter Schmidt  “Die Auswirkungen der Reformation auf die Landkirchen in Brandenburg”
Vorstandsvorsitzender Dr. Peter Schmidt Kirche von Sonnenberg (Ruppin) mit Renaissancegiebel Kirche von Dabergotz (Ruppin), vermauertes Gemeindeportal Kirche von Reichenow (Oberbarnim), Altaraufsatz, Mittelfeld mit Kreuzigungsdarstellung Verdienter Beifall für einen interessanten Vortrag Der Vorstandsvorsitzende Dr. Schmidt begrüßt die Vereinsmitglieder... ...und Frau Juliane Felsch-Grunow von der Kantorei Rheinsberg Weihnachtskaffee mit Gebäck und Stollen Singe, wem Gesang gegeben Ein vergnügliches Klavierprogramm von Juliane Felsch-Grunow Ein kleines Dankeschön für die stimmungsvolle musikalische Begleitung
Weihnachtsfeier am 14. Dezember 2017 im Tempelgarten